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Viel Rauch und Blaulicht in Lindhorst - Einsatzkräfte der Samtgemeinde trainieren für den Ernstfall

Am Freitagabend wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren der Samtgemeinde Lindhorst zu einem gemeldeten Gebäudebrand in die Bäckerstraße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung aus einem leerstehenden Gebäude zu erkennen, wodurch sich die gemeldete Lage bestätigte. Da laut erster Rückmeldung mehrere Personen im Inneren vermutet wurden, bereiteten sich umgehend mehrere Trupps auf den Atemschutzeinsatz vor. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: es handelte sich um eine unangekündigten Alarmübung.

Nach dem Eintreffen gingen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Objekt vor. Die Sicht im Gebäude war durch künstlich erzeugten Übungsrauch stark eingeschränkt, wodurch die Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen arbeiten mussten.
 
Insgesamt nahmen 52 Einsatzkräfte an der Übung teil. Im Gebäude befanden sich unterschiedliche Übungsdarsteller und Übungsobjekte, die von den Trupps strukturiert gesucht und ins Freie gebracht wurden. Dazu gehörten mehrere Darsteller aus dem Landkreis Nienburg, Mitglieder des DRK Schaumburg, zwei Angehörige der Ortsfeuerwehr Lindhorst sowie zwei Übungspuppen. Alle Vermissten konnten im Verlauf der Übung aufgefunden und sicher aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.
 
Parallel zum Innenangriff wurde ein Außenangriff simuliert, um die Einsatzlage möglichst realitätsnah abzubilden. Währenddessen arbeiteten die Atemschutztrupps das Gebäude Abschnitt für Abschnitt ab, kontrollierten Türen, suchten alle Bereiche ab und meldeten regelmäßig ihre Fortschritte und Luftvorräte an die Atemschutzüberwachung.
 
Nach Abschluss der Menschenrettung erfolgte eine umfassende Belüftung des Gebäudes, um die künstlichen Rauchgase auszuleiten und die Sichtverhältnisse wiederherzustellen.
 
Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein bewusst komplex gestaltetes, realitätsnahes Übungsszenario. Ziel war es, die Abläufe im Brandeinsatz zu trainieren, die Zusammenarbeit mehrerer Trupps im Innenangriff zu üben und die Koordination größerer Einsatzlagen zu vertiefen. Durch die Vielzahl der beteiligten Personen und den anspruchsvollen Atemschutzeinsatz konnte ein wertvoller Trainingseffekt erzielt werden.